Wolfsburg denkt voraus: Leerstehendes Schulgebäude wird zur Brücke für fünf Stadtteile

Stadt nutzt Umzug der Leonardo-da-Vinci Schule, um Sanierungsprogramm für Grundschulen planbar zu machen

Wenn eine Schule umzieht, wird ein Gebäude frei. Wolfsburg lässt diese Gelegenheit nicht ungenutzt: Das Gebäude der Leonardo-da-Vinci Schule an der Örtzestraße soll ab Sommer 2026 als Ausweichstandort dienen – für Grundschulen, deren Gebäude der Reihe nach saniert werden. Eine entsprechende Vorlage soll dem Rat der Stadt am 17. Juni zur Entscheidung vorgelegt werden.

Die Leonardo-da-Vinci Grundschule zieht an ihren neuen Standort in der Franz-Marc-Straße. Das frei werdende Gebäude ermöglicht es, die Grundschulen Heidgarten, Moorkämpe, Alt-Wolfsburg, Hellwinkel und Friedrich-von-Schiller nacheinander dort unterzubringen – jeweils während ihre eigenen Gebäude modernisiert werden. Fünf Stadtteile profitieren so von einer gemeinsamen, vorausschauend geplanten Lösung.

Bildungsdezernentin Iris Bothe: „Schulen zu sanieren ist unsere Aufgabe – die Frage ist, wie wir das klug organisieren. Indem wir diesen Standort frühzeitig sichern, geben wir Schulen, Eltern und Trägern Planungssicherheit. Niemand muss improvisieren. Das ist gute kommunale Verantwortung.“

Gezielte Herrichtung des Gebäudes

Bevor das Gebäude bezogen werden kann, sind bauliche Maßnahmen erforderlich: ein zweiter Rettungsweg für die Obergeschosse, ein Aufzug und ein barrierefreies WC sowie Arbeiten an Dach, Fenstern und einzelnen Klassenräumen. Der Standort wird damit nicht nur funktional, sondern auch barrierefrei – ein Plus für Inklusion und Teilhabe im Schulalltag.

„Das Gebäude bringt gute Grundvoraussetzungen mit. Mit den geplanten Maßnahmen entsteht ein sicherer, zeitgemäßer Standort, der mehrere Jahre zuverlässig genutzt werden kann“, erklärt Christoph Andacht, Geschäftsbereichsleiter Schule.

Für die Planungsleistungen sind Kosten in Höhe von 821.000 Euro vorgesehen.