Seniorenbeirat soll kommen

Rat entscheidet über Vorschlag der Verwaltung

Die Stadt Wolfsburg will die politische und gesellschaftliche Beteiligung älterer Menschen stärken. Hierfür soll ein Seniorenbeirat als unabhängige Interessenvertretung der älteren Bevölkerung eingerichtet werden. Eine Entscheidung trifft der Rat der Stadt Wolfsburg im Juni.

„Mit dem neuen Gremium reagieren wir auf den demografischen Wandel und die zunehmende Vielfalt der Lebenssituationen älterer Menschen. Unser Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren künftig noch stärker in kommunale Entscheidungsprozesse einzubinden und ihre Interessen sichtbar zu vertreten“, erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

„Mit der Einrichtung des Seniorenbeirates setzt die Stadt Wolfsburg ein Zeichen für mehr gesellschaftliche Teilhabe, Inklusion und eine generationengerechte Stadtentwicklung“, sagt Sozialdezernentin Iris Bothe.

Der Seniorenbeirat soll aus Delegierten verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie freien, nicht organisierten Senior*innen bestehen. Insgesamt sind zwischen neun und 17 Mitglieder vorgesehen. Bei der Zusammensetzung sollen insbesondere Vielfalt, eine ausgewogene Vertretung der Stadtteile sowie Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigt werden.

Darüber hinaus soll der Seniorenbeirat künftig mit einem beratenden Sitz im Sozial- und Gesundheitsausschuss vertreten sein. Damit erhalten ältere Menschen eine direkte Stimme in wichtigen sozial- und gesundheitspolitischen Fragen der Stadt.

Konstituierende Sitzung für November geplant Dass Wolfsburg überhaupt auf gewachsene Strukturen aufbauen kann, ist dem langjährigen Einsatz der Ehrenamtlichen im Seniorenring Wolfsburg e.V. zu verdanken. Ihr Engagement hat über Jahre dafür gesorgt, dass die Belange älterer Menschen nicht ungehört bleiben. Die Stadt möchte dieses Fundament in die Zukunft tragen – mit organisatorischer Unterstützung durch den Senioren- und PflegeStützpunkt, damit ehrenamtliches Engagement für ältere Menschen leichter und attraktiver wird. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt jeweils zwei Jahre.

Hintergrund der Neuausrichtung ist nun unter anderem die schwierige Situation des Seniorenrings Wolfsburg e.V., der zuletzt zunehmend Probleme hatte, ehrenamtliche Vorstandsmitglieder zu gewinnen. Nach der geplanten Beschlussfassung im Juni sollen im Herbst die Delegierten ausgewählt und zur konstituierenden Sitzung eingeladen werden. Die offizielle Konstituierung des Seniorenbeirates ist für November vorgesehen, sodass der Beirat seine Arbeit parallel zur neuen Wahlperiode des Rates der Stadt Wolfsburg aufnehmen kann.