EXIT – Eskapistische Prozesse des Entziehens

Ausstellung und Vernissage in der Städtischen Galerie Wolfsburg

In Kooperation mit der Muthesius Kunsthochschule Kiel widmet sich die Städtische Galerie im Schloss Wolfsburg vom 27. Februar bis 22. März dem vielschichtigen Phänomen des Eskapismus. Unter dem Titel EXIT – Eskapistische Prozesse des Entziehens entwickeln Studierende aus sieben Nationen unter der Leitung der Künstlerin Hanna Nitsch ein prozesshaftes und performatives Ausstellungsprojekt, das Strategien des Entziehens, Ausweichens und Anderswo-Seins künstlerisch erforscht. Die Vernissage findet am Freitag, 27. Februar, um 17 Uhr in der Städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg statt.

„Kunst ist immer auch ein Seismograf gesellschaftlicher Zustände“, sagt Marcus Körber, Leiter der Städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg. „Im Eskapismus zeigt sich das komplexe Verhältnis von Kunst, Abbild und Gesellschaft besonders deutlich: Zwischen Rückzug und Widerstand, zwischen Verweigerung und Vision entsteht ein Raum, in dem neue Perspektiven auf unsere Gegenwart möglich werden.“

Im Zentrum stehen Fragen nach Rückzug und Realitätsflucht – nicht nur als individuelle Reaktion auf gesellschaftliche Herausforderungen, sondern auch als kollektive Praxis und ästhetische Strategie. Die Ausstellung nähert sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und stellt zentrale Themenkomplexe gegeneinander: persönliche Erfahrung und gesellschaftliche Verantwortung, Imagination und Wirklichkeit, Kunst und soziale Realität.

Performative Elemente und sich wandelnde Präsentationsformen machen deutlich, dass Eskapismus nicht nur Thema, sondern auch Methode sein kann. Die Kooperation mit der Muthesius Kunsthochschule Kiel unterstreicht dabei den experimentellen Charakter des Projekts und schafft Raum für künstlerische Forschung an der Schnittstelle von Theorie und Praxis.