Wolfsburger Spenden helfen im Alltag
Auch mehr als viereinhalb Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges bleibt die humanitäre Lage in der Ukraine angespannt. Besonders ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen sind auf Unterstützung angewiesen. In Nischyn trägt ein Projekt des Ukrainischen Roten Kreuzes dazu bei, dass hilfsbedürftige Menschen ihren Alltag möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung bewältigen können. Der häusliche Pflegedienst des Ukrainischen Roten Kreuzes betreut derzeit 20 Menschen in Nischyn. Drei Sozialarbeiterinnen übernehmen die regelmäßigen Besuche und richten ihre Unterstützung nach den individuellen Bedürfnissen der betreuten Personen. Sie benötigen Unterstützung, um ihren Alltag zu bewältigen und selbstbestimmt in ihrem Zuhause leben zu können.
„Die Unterstützung des Projekts ist ein gemeinsames Anliegen der Stadt und des örtlichen DRK-Kreisverbands. Die Förderung der häuslichen Pflege ist ein wichtiger Bestandteil unserer Solidaritätspartnerschaft mit Nischyn. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern und dort konkrete Hilfe zu leisten, wo sie am dringendsten benötigt wird. Die Spendengelder werden in enger Abstimmung mit dem Deutschen Roten Kreuz und dem Ukrainischen Roten Kreuz eingesetzt, um eine bedarfsgerechte Hilfe sicherzustellen“, betont Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten
Die Hilfe ist dabei ganz praktisch. Die Sozialarbeiterinnen kaufen Lebensmittel und Medikamente ein, helfen bei der Zubereitung von Mahlzeiten, übernehmen Reinigungsarbeiten und unterstützen bei der Körperpflege. Sie begleiten die betreuten Menschen bei sozialen Anliegen, helfen ihnen dabei, medizinische Unterstützung zu erhalten und leisten psychosoziale Unterstützung. Damit die Sozialarbeiterinnen die Menschen zuverlässig erreichen können, wurden im Rahmen des Projekts Fahrräder angeschafft. Diese sind bereits im Einsatz und erleichtern die Wege durch die Stadt. So können die Mitarbeiterinnen ihre Hausbesuche besser organisieren und die alltäglichen Aufgaben effizienter erledigen.
Auch für mögliche längere Stromausfälle wurde vorgesorgt. Die betreuten Menschen erhielten Powerbanks und Taschenlampen. Damit können sie bei Bedarf für Beleuchtung sorgen. Gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist es wichtig, erreichbar zu bleiben und im Notfall Kontakt aufnehmen zu können. Zugleich erreichen das Ukrainische Rote Kreuz in Nischyn weitere Anfragen von Menschen, die Unterstützung im Alltag benötigen. Die örtliche Niederlassung erfasst diese Anfragen, um bei zusätzlichen Kapazitäten weitere Menschen in das Angebot aufnehmen zu können.
Für die Ukraine spenden
Die Stadt Wolfsburg und der DRK-Kreisverband Wolfsburg bitten, die Menschen in den Solidaritätspartnerstädten Nischyn und Schowkwa weiterhin zu unterstützen. Auch kleine Beträge können einen wichtigen Beitrag leisten. Spendenkonto für die Ukraine, DRK-Kreisverband Wolfsburg, IBAN: DE46 2699 1066 0871 2570 01, BIC: GENODEF1WOB, Verwendungszweck: Spende Schowkwa und Nischyn. Weitere Informationen zum Spendenkonto und zur Unterstützung der ukrainischen Solidaritätspartnerstädte gibt es auf der Internetseite der Stadt Wolfsburg unter www.wolfsburg.de/spendenukraine.

Bildunterschrift: (von links) Oberbürgermeister Dennis Weilmann, Ralf Krüger und Thorsten Rückert (DRK) machen auf das Spendenkonto aufmerksam. Foto: Stadt Wolfsburg


