Bisher unterversorgte Gebiete: Stadt Wolfsburg vergibt Bauaufträge für den Glasfaserausbau
Rund 2.800 bislang unterversorgte Adressen in Wolfsburg rücken dem schnellen Internet einen entscheidenden Schritt näher. Die Stadt Wolfsburg hat am 6. Juli die Bauaufträge für das Förderprojekt Graue Flecken vergeben und damit das Vergabeverfahren erfolgreich abgeschlossen. Der Baustart ist für August beziehungsweise September 2026 vorgesehen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich innerhalb von zehn Monaten abgeschlossen werden.
Vergeben wurden zwei Bauabschnitte: Das Los für den Cluster Nord mit Teilen von Wendschott, Velstove und Brackstedt sowie weiteren Adressen im nördlichen Stadtgebiet übernimmt die Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG aus Lüneburg. Den Zuschlag für den Cluster Süd mit Barnstorf, Hehlingen, der Schleusensiedlung Sülfeld und weiteren Adressen im Süden Wolfsburgs erhielt die Christian Punzel Tief- und Straßenbau GmbH aus Stendal.
„Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur gehört heute zu den entscheidenden Standortfaktoren einer modernen Stadt. Mit dem Glasfaserausbau schaffen wir bessere Voraussetzungen zum Leben, Arbeiten und Wirtschaften in Wolfsburg. Davon profitieren die Menschen vor Ort ebenso wie unsere Unternehmen. Gleichzeitig investieren wir nachhaltig in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Glasfaser schafft mehr Leistung für Alltag und Beruf Mit dem Ausbau entsteht ein leistungsfähiges Glasfasernetz für bislang unterversorgte Haushalte und Unternehmen. Insgesamt werden dafür rund 87 Kilometer Leitungen einschließlich der Hausanschlüsse verlegt. Die WOBCOM wird das Netz nach Fertigstellung betreiben.
Bereits heute verfügen mehr als 90 Prozent aller Wolfsburger Adressen über einen Glasfaseranschluss bis ins Gebäude (FTTH – Fiber to the Home). Jede angeschlossene Adresse erhält dabei eine eigene Glasfaserleitung. Mit dem Ausbau der sogenannten Grauen Flecken wird Wolfsburg künftig flächendeckend mit dieser zukunftssicheren Technologie versorgt.
Leistungsfähige Internetanschlüsse sind heute aus dem Alltag kaum noch wegzudenken – ob beim Arbeiten im Homeoffice, digitalen Lernen, Streaming oder für Unternehmen, die auf schnelle und stabile Datenverbindungen angewiesen sind. Der Ausbau schafft die Grundlage dafür, dass auch künftig immer größere Datenmengen zuverlässig übertragen werden können und stärkt zugleich die Attraktivität der betroffenen Wohn- und Gewerbestandorte.
„Die Anforderungen an digitale Netze wachsen stetig. Anwendungen wie Videokonferenzen, Cloud-Dienste oder digitale Verwaltungsangebote benötigen leistungsfähige und vor allem zuverlässige Verbindungen. Glasfaser bietet dafür die notwendige Grundlage – nicht nur für die heutigen Anforderungen, sondern auch für die digitale Entwicklung der kommenden Jahrzehnte. Mit dem Ausbau schaffen wir eine Infrastruktur, die langfristig leistungsfähig und zukunftssicher ist“, erklärt Dr. Sascha Hemmen, Leiter des Geschäftsbereichs Smart City und IT-Services.
Förderprojekt geht in die Bauphase
Das Projekt wird im Rahmen der Gigabitförderung des Bundes umgesetzt. Die Gesamtinvestition beträgt rund 15 Millionen Euro. Der Bund übernimmt 50 Prozent der Kosten, das Land Niedersachsen weitere 25 Prozent. Durch die zwischenzeitlich angepasste Förderkulisse konnte die Gesamtinvestition gegenüber früheren Planungen reduziert werden.
In den kommenden Wochen werden gemeinsam mit den ausführenden Unternehmen die Bauabläufe im Detail abgestimmt und die notwendigen Genehmigungen eingeholt. Anschließend folgen der offizielle Spatenstich sowie eine umfassende Information der betroffenen Bürger*innen über den Ablauf der Bauarbeiten.
Weitere Informationen zum Förderprojekt Graue Flecken sind unter wolfsburg.de/graue_flecken verfügbar.



