Naturbegegnungsdorf könnte künftig Freizeit, Erholung, Tierbegegnung und Umweltbildung verbinden
Die Stadt Wolfsburg sieht für das Areal des ehemaligen Romantikparks „Landleben“ eine ernsthafte Entwicklungsperspektive. Nachdem über längere Zeit verschiedene Alternativen und Nutzungsmöglichkeiten für die Fläche geprüft wurden, liegt nun mit dem Konzept eines naturbezogenen Erholungs- und Freizeitstandortes eine vielversprechende Option auf dem Tisch. Unter dem Arbeitstitel Landleben – Naturbegegnungsdorf soll die Fläche langfristig revitalisiert und zu einem attraktiven Standort für Naturerlebnis, Naherholung, Tierbegegnung, Umweltbildung und familienorientierte Freizeitangebote entwickelt werden.
Der Rat der Stadt Wolfsburg soll in seiner Sitzung am 17. Juni über den weiteren Weg entscheiden. Vorgesehen ist, dass die Verwaltung mit der weiteren Konzeptausarbeitung sowie der anschließenden Vorbereitung der erforderlichen Bauleitplanung beauftragt wird. Außerdem sollen vorhandene Nutzungsinteressenten in die weitere Entwicklung eingebunden werden.
„Wir haben lange und sehr sorgfältig nach tragfähigen Alternativen für diese besondere Fläche gesucht. Jetzt gibt es erstmals seit längerer Zeit eine ernsthafte Option, das Areal wieder sinnvoll, nachhaltig und mit Mehrwert für Wolfsburg zu entwickeln“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Das ehemalige ‚Landleben‘ hat Potenzial – für die Ortsteile Kästorf und Warmenau, für Familien, für Natur- und Tiererlebnisse und für eine moderne Form der Naherholung. Wichtig ist, dass wir jetzt ein schlüssiges Gesamtkonzept erarbeiten, das zum Standort passt und langfristig trägt.“
Die Stadt Wolfsburg hatte das Areal über ihre Tochtergesellschaft, die Wolfsburg Struktur- und Beteiligungsgesellschaft AöR, zum Herbst 2025 von einem privaten Erbbauberechtigten zurückerworben. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, die bislang nur eingeschränkt genutzte Fläche neu zu ordnen und langfristig als naturnahen Freizeit- und Erlebnisstandort zu entwickeln.
Im Mittelpunkt der weiteren Überlegungen steht ein integrierter Konzeptentwicklungsprozess. Ziel ist ein tragfähiges Gesamtkonzept, das vorhandene Nutzungsinteressen berücksichtigt, mögliche Synergien zwischen verschiedenen Nutzungsbausteinen herausarbeitet und die naturräumlichen Qualitäten des Standortes dauerhaft sichert. Dabei soll auch geprüft werden, inwieweit bestehende Gebäude und Freianlagen in eine künftige Nutzung einbezogen werden können.
Für das Areal liegen bereits konkrete Interessenbekundungen potenzieller Nutzer*innen vor. Diese umfassen unter anderem Angebote aus den Bereichen Tierbegegnung und tiermedizinische Versorgung, tiergestützte Therapie sowie eine landschaftsintegrierte Wohnmobilstellplatzanlage. Die Ansätze zeigen nach Einschätzung der Verwaltung, dass der Standort Potenzial für eine vielfältige und sich ergänzende Nutzung bietet.
„Für Wolfsburg eröffnet sich hier die Chance, ein langes ungenutztes Areal zu einem Ort für Naturerlebnis, Freizeit und Erholung weiterzuentwickeln. Besonders ermutigend ist, dass bereits konkrete Interessenbekundungen potenzieller Partner vorliegen. Das zeigt: Der Standort hat unverändert Potenzial. Unser Ziel ist es nun, gemeinsam mit Verwaltung und den Akteuren vor Ort ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das wirtschaftlich funktioniert, die naturräumlichen Qualitäten bewahrt und einen echten Mehrwert für die Ortsteile und die gesamte Stadt schafft“, sagt Wirtschaftsdezernent Jens Hofschröer.
Mit der möglichen Entwicklung des „Naturbegegnungsdorfes“ verfolgt die Stadt das Ziel, ihre Freizeit-, Natur- und Erholungsangebote weiter auszubauen und zugleich ein derzeit brachliegendes Areal nachhaltig zu revitalisieren. Die ländliche Prägung des Standortes soll dabei erhalten bleiben und durch zeitgemäße Angebote ergänzt werden.

