Smarte Pionierarbeit

Wolfsburg auf dem Weg zur Smart City – Förderprogramm ausgelaufen

Was als abstraktes Konzept startete, ist heute gelebte Realität: Wolfsburgs Weg zur Smart City geht weiter, auch wenn das Förderprogramm Modellprojekte Smart Cities des Bundes zum 31. März ausgelaufen ist. Sieben Jahre lang leistete Wolfsburg Pionierarbeit als bundesweites Testfeld für eine smarte Stadt – und das mit Erfolg! Insgesamt wurden zwölf Projekte initiiert und im Förderzeitraum verstetigt. Viele Ideen, wie die WolfsburgApp oder Smart Parking, sind heute fester Bestandteil der städtischen Infrastruktur.

„Wolfsburg zur digitalen Modellstadt zu entwickeln, das war und ist unser Ziel. Im Rahmen des Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities haben wir bereits viele Projekte und Ideen umsetzen können – von digitalen Services im OpenRathaus und der Wolfsburg-App, über smarte Straßenreinigung bis hin zu einem intelligenten Parkleitsystem und einer optimierten Verkehrssteuerung. An dieser Stelle ist mir aber wichtig zu betonen: Wir sind noch lange nicht am Ziel! Deswegen gehen wir den Weg zur Smart City Wolfsburg konsequent weiter und haben dies zu einem unserer zentralen Zukunftsthemen gemacht. In unserem Standortkonzept Wolfsburg 2035+ ist die digitale Modellstadt Wolfsburg ein ganz wesentlicher Baustein unserer Zukunft“, zieht Oberbürgermeister Dennis Weilmann ein Resümee zum Projektzeitraum.

„Mit dem Förderprogramm haben wir die Grundlage für die digitale Stadt gelegt: Wir haben Anwendungen umgesetzt und zugleich die Strukturen und Kompetenzen geschaffen, auf denen wir jetzt weiter aufbauen. Entscheidend ist für uns, dass digitale Vereinfachungen im Alltag der Menschen spürbar werden. Daran messen wir unseren Fortschritt und daran arbeiten wir konsequent weiter“, ergänzt Jens Hofschröer, Stadtrat für Digitales und Wirtschaft.

Websites, Smart Mobility, Digitaler Zwilling Ziel der Verwaltung war es, im Förderzeitraum Projekte umzusetzen und zu entwickeln, die einen klaren Mehrwert für die Bürger*innen besitzen. Dazu zählen – neben der WolfsburgApp mit zahlreichen Features zu Verkehr, Parken und Freizeitgestaltung – vor allem auch Verbesserungen bei Verwaltungsservices. Das OpenRathaus bündelt digitale Angebote, über die Plattform mein.wolfsburg.de gestaltet sich Bürgerbeteiligung und demokratische Teilhabe digital, und das digitale Parkleitsystem vereinfacht die Parkplatzsuche erheblich.

Daneben erleichtert der Digitale Zwilling – ein virtuelles Wolfsburg – durch zahlreiche Datensätze und Echtzeit-Analysen die Stadtentwicklung, beispielsweise in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Stadtplanung, Verkehrsentwicklung oder Grünflächenmanagement. Der Open City Manager, ein in Pilotbereichen der Verwaltung genutztes Netzwerk, bringt zusätzliche Vorteile für die kommunale Objektpflege. Bereichsübergreifende Zugriffe erleichtern Kontrolle, Ausbesserung und Erneuerung von beispielsweise Spielplätzen, Bäumen oder Sporthallen.

Außerdem stehen die Themen Nachhaltigkeit und Resilienz im Fokus. Hier war es zuerst notwendig, die Infrastruktur zur Datenerhebung herzustellen. Wetterstationen mit Wasser-, Temperatur- und Bodensensensorik sammeln wichtige Daten, um frühzeitig Veränderungen sehen und darauf reagieren zu können. Langfristig wird damit das resiliente Wolfsburg fester Bestandteil der Stadtentwicklung.

Verstetigung und Weiterentwicklung

Mit dem Abschluss des Modellprojektes werden die entwickelten Lösungen dauerhaft in den Regelbetrieb der Verwaltung überführt. Viele Projekte stehen am Anfang ihrer Wirkung und gehen vor allem auch in der verwaltungsinternen Nutzung die nächsten Schritte. Der Fokus liegt nun darauf, historische Daten zu sammeln, aus denen dann in Zukunft fundierte Maßnahmen abgeleitet werden können.

Ein Überblick über alle Smart City-Projekte und die Zukunft der Smart City Wolfsburg gibt es auf wolfsburg.de/smartcity.