Stadt plant Förderung technologiegetriebener Gründungen mit starkem Partnernetzwerk
Die Stadt Wolfsburg richtet im engen Schulterschluss mit der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) und weiteren Partnern ihre Gründungsförderung neu aus und konkretisiert dafür aktuell den Aufbau eines Start-up-Zentrums. Grundlage ist die erfolgreiche Bewerbung beim Landesprogramm Förderung von Start-up-Zentren. Der Bewilligungszeitraum begann am 1. Januar 2026. Im Zentrum stehen intensive Coaching-Programme, ein starkes Partnernetzwerk und gezielte Unterstützung für technologieorientierte Start-ups. Der Fokus liegt auf den Themen Künstliche Intelligenz & Datenwirtschaft, urbane Mobilität, Kreislaufwirtschaft & nachhaltige Produktion und Gesundheitswesen & MedTech. Der Start erfolgt im Co-Working Space Schiller40 – ein zentraler Ort für Innovation in Wolfsburg. Der Rat der Stadt Wolfsburg entscheidet am 18. März über die dafür einzubringenden Eigenmittel.
„Wolfsburg wandelt sich – und mit dem Start-up-Zentrum setzen wir ein sichtbares Zeichen für Aufbruch, Innovation und unternehmerischen Mut“, erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Wir schaffen damit nicht nur einen Ort für neue Ideen, sondern auch einen Raum für Zukunftsperspektiven, die unsere Stadt über Jahrzehnte prägen können.“
Jens Hofschröer, Dezernent für Digitales und Wirtschaft und WMG-Geschäftsführer, ergänzt: „Mit dem Start-up-Zentrum bringen wir ein zentrales Handlungsfeld aus konzeptionellen, strategischen Grundlagen wie der Wirtschaftsagenda, dem Zukunftskonzept Wissenschaft und dem Standortkonzept 2035+ in die Umsetzung. Gleichzeitig bauen wir Brücken zwischen Gründungsinteressierten, Forschung und Wirtschaft und entwickeln Wolfsburg zu einem echten Leuchtturm für Innovationsförderung in Niedersachsen.“
Mit dem neuen Start-up-Zentrum setzt die Stadt Wolfsburg ein Vorhaben aus dem Zukunftskonzept Wissenschaft um, in dem Gründungsförderung als prioritäres Handlungsfeld zur Verbesserung des Entrepreneurial-Mindset und des Gründungsklimas definiert ist. Auch in der Wirtschaftsagenda der Stadt Wolfsburg sowie im Standortkonzept 2035+ wird die Stärkung von Innovation und Gründungsdynamik als strategisches Handlungsfeld benannt. Für den Aufbau des Start-up-Zentrums erhält die Stadt über das Förderprogramm einen Zuschuss von bis zu 300.000 Euro über drei Jahre. Die Umsetzung erfolgt mit zahlreichen regionalen Partnern – darunter die WMG, die IHK, die Open Hybrid LabFactory, der KI Park e. V. und BANSON Business Angels sowie weiteren technischen Enablern.
Das Start-up-Zentrum unterstützt Start-ups in ihrer unternehmerischen Entwicklung, Professionalisierung und der Skalierung ihrer Produkte und Dienstleistungen sowie beim Aufbau unternehmerischer Strukturen in der Frühphase. Mit einem gezielten Mentoring- und Coaching-Programm unterstützen erfahrene Partner aus der Praxis. Mit einem positiven Ratsbeschluss startet die Anlauf- und Hochlaufphase des Projekts, d.h. zunächst werden im Zuge des Förderprogramms die notwendigen organisatorischen, personellen und infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen. Hieraus ergibt sich für das Jahr 2026 ein erhöhter Finanzierungsbedarf, der nicht durch Landesmittel gedeckt werden kann, da diese erst nach Aufnahme des Regelbetriebs beantragt werden können. In der Hochlaufphase werden mit zusätzlichen Finanzmitteln die strukturellen Voraussetzungen für das Abrufen der Fördermittel geschaffen, um in die langfristige Tragfähigkeit des im Aufbau befindlichen Start-up-Zentrums zu investieren. Der Standort Wolfsburg soll so gezielt als Zentrum für verantwortungsvolle, datengetriebene und zukunftsorientierte Gründungen etabliert werden.


